Es gibt einen Satz, den ich in Gesprächen ständig höre: „Versichert bin ich gut, da hab ich alles.“ Und fast immer stimmt das Gegenteil: zu viel vom Falschen, zu wenig vom Richtigen.
Die Zahlen geben dem recht. Deutsche Haushalte geben im Schnitt rund 1.600 Euro pro Jahr für Versicherungen aus – Tendenz seit Jahren steigend. Das Problem ist nicht, dass das viel ist. Das Problem ist, wofür ein großer Teil davon draufgeht.
Die unbequeme Wahrheit über deinen Versicherungsordner
Die meisten Menschen sind gegen die kleinen Ärgernisse bestens abgesichert – und gegen die wirklich existenziellen Risiken kaum. Sie haben eine Handyversicherung (Schaden: 600 €), aber keine Berufsunfähigkeitsversicherung (Schaden: dein komplettes Erwerbsleben).
Versicherungen haben eine sinnvolle Aufgabe: Sie sollen Risiken abfedern, die du nicht aus eigener Tasche stemmen kannst. Alles andere ist – ehrlich gesagt – verkaufte Angst.
Die 3 Versicherungen, die fast jeder wirklich braucht
- Private Haftpflichtversicherung. Kostet im Jahr oft weniger als ein einziger Restaurantbesuch und schützt dich vor Schäden, die in die Hunderttausende gehen können. Ohne Diskussion: ja.
- Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Das mit Abstand am meisten unterschätzte Produkt. Deine Arbeitskraft ist dein größtes Vermögen – über ein Erwerbsleben schnell ein bis zwei Millionen Euro wert. Fällt sie weg, fällt alles weg. Genau das gehört abgesichert, nicht dein Handydisplay.
- Eine funktionierende Krankenabsicherung. Gesetzlich oder privat – Hauptsache, sie passt zu deiner Lebenssituation.
Und Achtung: 2026 wird es hier teuer. Rund 60 % der privat Krankenversicherten müssen mit Beitragserhöhungen von im Schnitt 13 % rechnen, die Pflegeversicherung steigt teils um 16 %. Ein Tarif-Check lohnt sich gerade jetzt besonders.
Je nach Lebenslage kommen sinnvolle Ergänzungen dazu – Risikolebensversicherung (wenn andere von deinem Einkommen abhängen), Wohngebäude (wenn du Eigentum hast). Aber das Fundament sind diese drei.
Die Kandidaten für die rote Ampel
Hier wird es unbequem – und genau hier liegt oft Spar-Potenzial. Diese Verträge lohnen einen kritischen Blick. Aber kündige nichts blind: Wer die falsche Police kippt, spart 80 € und steht im Ernstfall ohne da. Was bei dir konkret weg kann, klären wir besser gemeinsam:
- Handy- und Elektronikversicherung – der Schaden ist verkraftbar, die Beiträge und Selbstbehalte selten ihr Geld wert.
- Brillenversicherung
- Sterbegeldversicherung – oft teuer, oft besser durch eigenes Sparen ersetzt.
- Glasbruch-, Reisegepäck-, Insassenunfallversicherung – Nischen, die viele doppelt oder unnötig haben.
- Doppelte Rechtsschutz- oder Unfallbausteine, die schon woanders mitlaufen.
Wenn du hier drei, vier Verträge findest, sind das oft 300 bis 500 Euro im Jahr – ohne dass dein Schutz spürbar sinkt. Vorausgesetzt, es geht das Richtige weg und nicht das Erstbeste. Genau dafür schaut man besser zu zweit drauf.
Und jetzt der Teil, der den Unterschied macht
Sagen wir, du legst durch einen ehrlichen Versicherungs-Check 500 Euro im Jahr frei. Du könntest sie ausgeben. Oder du machst etwas Klügeres daraus.
500 € pro Jahr, 20 Jahre lang, bei 6 % Rendite ≈ rund 18.400 €.
Das ist der eigentliche Punkt: Es geht nicht ums Sparen um des Sparens willen. Es geht darum, Geld von Verträgen, die dich kleinhalten, umzuleiten in Vermögen, das dich größer macht.
(Beispielrechnung, 6 % p. a., vor Steuern und Inflation.)
Mein Angebot an dich
Einen Ordner auszumisten ist das eine. Zu wissen, welche Lücken bei dir wirklich gefährlich sind – und was du mit dem frei gewordenen Geld am sinnvollsten machst – das schauen wir uns gemeinsam an. Im kostenlosen Erstgespräch, ohne Verkaufsdruck.
PlanMitZukunft – echter Schutz statt verkaufter Angst.
